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ZahnRat 85: Parodontitis nicht auf die leichte Schulter nehmen

LZKB ZahnRat 85 TitelPatientenzeitschrift klärt über die Ursachen und Folgen auf

Ein bisschen zu fest aufgedrückt mit der Zahnbürste und schon blutet das Zahnfleisch etwas und schwillt an. Kommt das häufiger vor, sollte man sich in die professionellen Hände seines Hauszahnarztes begeben. Denn dahinter könnte eine Entzündung stehen, die bei Nichtbehandlung zu einer Parodontitis führen kann. Der „ZahnRat“, die Patientenzeitschrift der ostdeutschen Zahnärztekammern, klärt in seiner aktuellen Ausgabe ausführlich darüber auf.

Parodontitis kann zu Recht als Volkskrankheit bezeichnet werden: Rund 73 Prozent der Deutschen zwischen 35 und 44 leiden an dieser chronischen Entzündung des Zahnhalteapparates. „Von den ersten Anzeichen bis zur chronischen Erkrankung ist es ein schleichender Prozess, der meist sogar schmerzfrei ist“, erklärt Dipl.-Stom. Bettina Suchan von der Landeszahnärztekammer Brandenburg. „Parodontitis kann jedoch weitreichende Folgen haben und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden.“

Ein Hauptauslöser für die Erkrankung sind bakterielle Zahnbeläge, die zwischen Zahn und Zahnfleisch entstehen. Werden diese nicht regelmäßig durch gründliches Putzen – wie etwa bei einer Professionellen Zahnreinigung (PZR) – entfernt, wird daraus Zahnstein. Die darin befindlichen Bakterien können zunächst eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) auslösen. Wird diese nicht konsequent behandelt, kann sich daraus eine chronische Entzündung entwickeln, die mit einem Rückgang des Zahnfleisches, Mundgeruch, Verlust des Stützgewebes sowie Zahnwanderung und nicht zuletzt Zahnlockerung einhergeht.

Unterschätzt wird zudem oft die Wechselwirkung mit der allgemeinen Gesundheit: Parodontitis kann Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen hervorrufen oder zu Komplikationen in der Schwangerschaft führen. Grund sind die Entzündungsbakterien, die in die Blutbahn eingeschleust werden und somit an anderen Stellen des Körpers Schaden anrichten können.

Erste Anzeichen wie Zahnfleischbluten oder Rötungen sollten daher ernst genommen und dem behandelnden Zahnarzt vorgestellt werden. Der „ZahnRat“ Nummer 85 klärt im Vorfeld über Verlauf und Folgen sowie Therapie und Nachsorge auf. Ab sofort liegt die aktuelle Ausgabe des Patientenmagazins in den Wartezimmern der Zahnarztpraxen aus und ist online über www.zahnrat.de einsehbar.

Hintergrund:

Der „ZahnRat“ wird seit mehr als 20 Jahren gemeinsam von den Landeszahnärztekammern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen herausgegeben. Ziel ist es, Patienten in jeder Ausgabe über ein spezifisches Thema der Zahnheilkunde aufzuklären. Der „ZahnRat“ erscheint einmal im Quartal und liegt in Zahnarztpraxen aus. Alle Ausgaben sind auf der Internetseite www.zahnrat.de abrufbar.

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Eine Pressemitteilung der Landeszahnärztekammer Brandenburg vom 12. August 2015.

Pressestelle:

Jana Zadow-Dorr, Tel.: 0355/3 81 48 15, E-Mail