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'Sägen' in der Nacht: Hilfe dank Schnarcherschiene

proDente naechtliches saegen kann gefaehrlich seinZahnarzt unterstützt Therapie von Schlafatemstörungen - Eine Pressemitteilung der Landeszahnärztekammer Brandenburg vom 27. Februar 2013

Sekundenschlaf und Tagesmüdigkeit: Schnarchen ist nicht einfach nur lästig – ernstzunehmende gesundheitliche Probleme sind möglich. Schnarchen hat viele Ursachen, eine davon sind Atemstörungen. Diese sind vom Hauszahnarzt behandelbar – unter anderem mit Hilfe einer sogenannten Unterkieferprotrusionsschiene (UPS), wie die Landeszahnärztekammer Brandenburg (LZÄKB) erklärt.

"Die Ursache für das nächtliche Schnarchen ist in den meisten Fällen eine Engstellung der oberen Atemwege. Folgen können eine eingeschränkte Atmung bis hin zu Atemaussetzern und damit verbundenen Unterbrechungen des Schlafrhythmus' sein", erläutert Dr. Ulrich Schmiedeknecht, brandenburgischer Zahnmediziner mit Praxis in Teltow (Potsdam-Mittelmark).

Beim Schlafen sind die Muskeln im Mundraum entspannt. Das kann dazu führen, dass der Unterkiefer nach hinten sackt und die Atemwege teilweise geschlossen sind. Um dem entgegenzuwirken, bietet sich eine Unterkieferprotrusionsschiene – Schnarcherschiene – an. Mit dieser werden Unterkiefer und Zunge nach vorn verlagert und damit die Einengung des Rachenraums verringert.

Bei der Schnarchtherapie steht der Zahnarzt erst am Ende der Behandlungskette. "Zumeist werden betroffene Patienten durch einen Pneumologen oder Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde an uns überwiesen. Das heißt, dass bereits im Vorfeld mögliche Behandlungswege – je nach Schweregrad der Schlafatemstörung – mit dem Betroffenen besprochen wurden und es einen interdisziplinären Austausch gibt", so Dr. Schmiedeknecht. Zum diagnostischen Verfahren gehört dabei auch eine Befunderhebung im Schlaflabor.

Patienten, die eine Unterkieferprotrusionsschiene haben, sollten zur Kontrolle regelmäßig ihren Zahnarzt aufsuchen. "Das Tragen der Schiene kann zu eventuellen Zahnstellungsänderungen führen, die beobachtet werden müssen. Aus diesem Grund ist es auch wichtig, den Patienten von vornherein über mögliche Risiken aufzuklären."

Hintergrund:

Ursache für das Schnarchen ist eine Verengung der Atemwege. Darüber hinaus können weitere Faktoren das "Sägen" in der Nacht auslösen beziehungsweise verstärken. So fördert das Schlafen in Rückenlage das Schnarchen. Alkohol und die Einnahme von Medikamenten, wie Beruhigungsmitteln, unterstützen die Erschlaffung des Gaumensegels und können ebenfalls Atemstörungen bedingen. Dagegen wird gelegentliches Schnarchen beispielsweise durch Schnupfen ausgelöst.

Foto: Schnarchen macht krank. Rund zwei Millionen Menschen in der Bundesrepublik leiden unter der sogenannten "Schlafapnoe". Sie bezeichnet "krankmachendes Schnarchen", welches mit Atemstörungen verbunden ist. Die Behandlung des Syndroms ist dringend angezeigt. (Foto: proDente e.V.)

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