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Fragen und Antworten zur Ausbildung

LZKB ZFA Ausbildung FragenDer Ausbildungsberuf "Zahnmedizinischer Fachangestellter / Zahnmedizinische Fachangestellte" ist staatlich anerkannt. Dieser Beruf bindet neben fachlichem Können und verwaltungsmäßigem Geschick vor allem menschliche Qualitäten ein.

Auf dieser Seite finden Sie Antworten auf folgende Fragen:

Wie finde ich einen Ausbildungsplatz?

Wie wird ein Berufsausbildungsvertrag abgeschlossen?

Welche Ausbildungsvergütung ist im Land Brandenburg vereinbart?

Wo und wie findet die Ausbildung statt?

Welche Inhalte werden während der Ausbildung | Umschulung vermittelt?

--> Video: Was ist während der Ausbildung in der Praxis zu erwarten?

Wie finde ich einen Ausbildungsplatz?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Ausbildungsplatz zu finden:

  •  Kontaktaufnahme mit dem Arbeitsamt

  •  Stelleninserate in der örtlichen Presse beachten oder selber inserieren

  •  Anfragen bei niedergelassenen Zahnärztinnen und Zahnärzten

  •  Jobbörse der Landeszahnärztekammer Brandenburg

Wie wird ein Berufsausbildungsvertrag abgeschlossen?

Vor der Ausbildung schließen Sie mit "Ihrer" Zahnärztin oder "Ihrem" Zahnarzt einen Ausbildungsvertrag ab. Darin ist alles genau festgelegt:

  • Beginn und Ende der Ausbildungszeit
  • Probezeit
  • die Gliederung der Ausbildung
  • die tägliche Arbeitszeit
  • die Höhe der Ausbildungsvergütung
  • Ihr Urlaubsanspruch.

Jeder Vertrag wird von der Landeszahnärztekammer auf Korrektheit überprüft und in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse eingetragen.

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Welche Ausbildungsvergütung ist im Land Brandenburg vereinbart?

Die Kammerversammlung beschloss am 9. April 2011, die Ausbildungsvergütung im Ausbildungsberuf „Zahnmedizinische/-r Fachangestellte/-r" mit Beginn des Ausbildungsjahres 2011/2012 wie folgt anzupassen:

1. Ausbildungsjahr: 561,00 €

2. Ausbildungsjahr: 602,00 €

3. Ausbildungsjahr: 646,00 €

Eine vereinbarte Ausbildungsvergütung gilt entsprechend § 17 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz als unangemessen, wenn sie die tarifliche Ausbildungsvergütung um mehr als 20 Prozent unterschreitet.

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Wo und wie findet die Ausbildung statt?

Alle wichtigen Dinge der Ausbildung sind in der Verordnung über die Berufsausbildung zum/zur Zahnmedizinischen Fachangestellten vom 4. Juli 2001 geregelt.

Ihre Ausbildung in Brandenburg dauert regulär drei Jahre und erfolgt dual. Das heißt, dass Ihre tägliche Arbeit in der Praxis, bei der vor allem berufspraktische Fähigkeiten vermittelt werden, begleitet wird von zwei Tagen Berufsschulunterricht pro Woche, in der Sie Kenntnisse zu allgemeinen und fachspezifischen Themen erwerben.

Für diesen Unterricht werden Sie vom Ausbilder freigestellt. Während der drei Jahre müssen Sie einen Ausbildungsnachweis in Form eines Berichtsheftes erbringen, der Zulassungsvoraussetzung für die Teilnahme an der Abschlussprüfung ist.

Vor dem Ende des 2. Ausbildungsjahres testet eine Zwischenprüfung Ihr Können und zeigt Ihnen, Ihrem Ausbilder und Ihren Lehrern, wo Sie mit Ihren Leistungen stehen. Für die Teilnahme erhalten Sie einen schriftlichen Nachweis, der auch eine Zulassungsvoraussetzung für die Abschlussprüfung ist. Dieser Prüfung müssen Sie sich am Ende der Ausbildung unterziehen.

Bei der von Ihnen zu absolvierenden Abschlussprüfung zum/zur ZFA  kommt es darauf an, dass Sie selbständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren unter dem Oberbegriff "berufliche Handlungskompetenz" darlegen können. Das bedeutet, dass Schlüsselqualifikationen wie selbstständiges Handeln, Team- und Kooperationsfähigkeit geprüft werden.

Statt Prüfungsfächer kommen vier schriftliche Bereiche auf Sie zu:

  • Behandlungsassistenz,
  • Abrechnungswesen,
  • Praxisorganisation und -verwaltung,
  • Wirtschafts- und Sozialkunde.

In einem praktischen Teil müssen Sie als künftige/-r ZFA nachweisen, dass Sie spätere Arbeitssituationen meistern können.

In jedem Fall werden Sie die Abschlussprüfungen vor einem der Prüfungsausschüsse der Landeszahnärztekammer Brandenburg ablegen.

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Welche Inhalte werden während der Ausbildung | Umschulung vermittelt?

Bei der Ausbildung zur ZFA sind die Kenntnisse und Fähigkeiten, die Sie im Verlauf der Ausbildung erwerben müssen, neu definiert worden. Dazu gehören insgesamt zehn Positionen:

 1. Inhalte zum Ausbildungsbetrieb

 2. Durchführung von Hygienemaßnahmen

 3. Arbeitsorganisation und Praxismanagement

 4. Kommunikation, Information und Datenschutz

 5. Patientenbetreuung

 6. Grundlagen der Prophylaxe

 7. Begleitende Maßnahmen bei der Diagnostik und Therapie unter Anleitung und Aufsicht des Zahnarztes

 8. Hilfeleistung bei Zwischenfällen und Unfällen

 9. Praxisorganisation und Verwaltung

10. Abrechnung von Leistungen

Der Ausbildungsrahmenplan ist in Lernbereiche (Lernfelder) untergliedert. Die einzelnen Lernbereiche münden in handlungsorientierte Lernziele.

Bei der Gliederung des Ausbildungsrahmenplanes werden Zeitrahmen zwischen zwei und sechs Monaten zugrunde gelegt, in dem Sie als Auszubildende die entsprechenden Fähigkeiten und Kenntnisse schwerpunktmäßig vermittelt bekommen. Das bringt den Vorteil möglicher Vertiefungen und Schwerpunktsetzungen und einer größeren Flexibilität in der Ausbildung in den Zahnarztpraxen.

Auf Grund des Rahmenplanes soll der ausbildende Zahnarzt gemäß § 5 der Ausbildungsverordnung ZFA für Sie den tatsächlichen Ausbildungsplan dann verbindlich erstellen.

Übersicht über die Lernfelder

 

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