"Nächtliches Sägen": Diese fünf Fakten sollten Sie kennen

LZKB ZahnRat 86 TitelseitePatientenzeitschrift ZahnRat greift das Thema Schnarchen auf

Wer kennt es nicht, das knatternde Geräusch im Schlaf, das einem die Nachtruhe raubt? Schnarchen ist ein weit verbreitetes Phänomen, das nicht selten mit Frustration, Müdigkeit am Tag und sogar getrennten Schlafzimmern einhergeht. Hätten Sie gedacht, dass Ihr Zahnarzt dabei helfen kann? Diese fünf Fakten, zusammengestellt von der Landeszahnärztekammer Brandenburg, erklären das Phänomen Schnarchen und geben Tipps zur Abhilfe:

1) Schnarchen ist Lärmbelästigung

Das Röhren im Schlaf kann bis zu 90 Dezibel laut werden, was einem LKW entspricht, der über die Straße donnert. Auf Dauer ist diese nächtliche Ruhestörung nicht nur unerträglich für den Partner, sie kann sogar das Gehör schädigen.

2) Männer sind eher betroffen als Frauen

Gerade bei älteren Menschen zeigt die Statistik, dass rund 60 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen regelmäßig schnarchen. Doch auch bei Kindern schnarchen rund zehn Prozent fast jede Nacht.

3) Gefahr Schlafapnoe

„Normales“ Schnarchen entsteht durch erschlaffende Muskeln, die die Atemwege verengen. Gefährlich wird es, wenn die Zunge soweit nach hinten rutscht, dass gar keine Luft mehr durchkommt. Um ein Ersticken zu verhindern, entstehen im Gehirn immer wieder kleine Weckimpulse. Auf Dauer stört das jedoch den erholsamen Tiefschlaf: Müdigkeit am Tag, Sekundenschlaf mit erhöhter Unfallgefahr und sogar Depressionen oder Diabetesrisiko können die Folge sein.

4) Der Zahnarzt kann helfen

Wer krankhaftes Schnarchen verhindern möchte, kann Hilfe bei seinem Hauszahnarzt suchen. Er oder ein speziell fortgebildeter Zahnarzt kann eine (Doppel-)Zahnschiene anfertigen, die die Zunge vorverlagert und damit die Atemwege freihält. Man spricht hier auch von Protrusionsschienen.

5) Tipps zur Selbsthilfe

Nicht jedes Schnarchen ist krankhaft: Erkältungen können eine Ursache sein, aber auch zu viel Alkohol am Vorabend, Übergewicht oder die Rückenlage. Durch Gewichtsabnahme, eine andere Schlafposition und den Verzicht auf alkoholische Getränke ist bereits eine Wirkung spürbar.

Hintergrund:

Seit über 20 Jahren erscheint der ZahnRat als gemeinsame Patientenzeitschrift der Zahnärztekammern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Der ZahnRat Nummer 86 erklärt das Phänomen Schnarchen sowie die Gefahr der Schlafapnoe und gibt hilfreiche Tipps zur Behandlung. Die aktuelle Patientenzeitschrift liegt ab sofort in Zahnarztpraxen aus und ist außerdem im Internet unter www.zahnrat.de einsehbar.

Eine Pressemitteilung der Landeszahnärztekammer Brandenburg vom 19. Oktober 2015.

Pressestelle:

Jana Zadow-Dorr

Tel.: 0355 – 38148 15

Fax: 0355 – 38148 48

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