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Willkommen

Wir begrüßen Sie auf den Seiten der Landes­­zahn­ärzte­­­­­kam­mer Brandenburg (LZÄKB).

Die Inhalte haben wir sowohl für Zahnärzte als auch für Praxis­mitarbeiter, Patienten und Journalisten ausgerichtet. 

Hier finden Sie Verordnungen und Satzungen, Richtlinien, Hintergrund­informationen, Hinweise, Erläuterungen, Pressemitteilungen, Fotogalerien.

KZVLB und LZÄKB: Standesvertretungen zur Covid-19-Situation

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

auch die KZV Land Brandenburg (KZVLB) und die Landeszahnärztekammer Brandenburg (LZÄKB) sind sich darüber bewusst, dass die aktuelle Situation die brandenburgischen Zahnarztpraxen vor besondere Herausforderungen stellt. Insofern nehmen wir Ihre Anrufe und Hinweise weiterhin ernst und bemühen uns nach besten Kräften, mit Ihnen gemeinsam eine Lösung zu finden.

In dieser unübersichtlichen Lage kommt es auf uns alle an. Unser berufliches Ethos und der uns übertragene Sicherstellungsauftrag gebieten es, alles zu tun, um die zahnärztliche Versorgung der Patienten sicherzustellen. Insofern bitten wir Sie, Ihren Praxisbetrieb so zu organisieren, dass die Arbeitsfähigkeit möglichst lange erhalten bleibt. Auch wenn wir davon ausgehen müssen, dass sich die Situation ständig und sehr schnell ändert, werden wir Sie im Rahmen des Möglichen in enger Zusammenarbeit der Körperschaften informieren. Bitte halten Sie sich über unsere Internetseiten auf dem Laufenden.

Neben den dort veröffentlichten Informationen möchten wir Sie jedoch noch auf Folgendes hinweisen:

1. Praxisschließungen

In Brandenburg veranlassen allein die örtlichen Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte eine Quarantäne bzw. Praxisschließung. Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Land Brandenburg und die Landeszahnärztekammer Brandenburg schließen keine Praxen und rufen ausdrücklich nicht zur Praxisschließung auf.

Sollten Sie von einer Schließungsverfügung betroffen sein, bitten wir Sie gleichwohl,

  • die KZV Land Brandenburg hierüber zu unterrichten, sowie
  • anzuzeigen, durch wen, soweit möglich, eine Vertretung gewährleistet wird.

Entsprechende Meldungen bitten wir an Frau Ariza Romero, ausschließlich per E-Mail zu richten.

Wir gehen davon aus, dass jeder Vertragszahnarzt sich seines Sicherstellungsauftrages bewusst ist und im Schulterschluss mit seinen Kollegen diese Situation meistert, damit keine übermäßigen Belastungen zu Lasten Einzelner anzutreffen sind.

Insbesondere bitten wir jedoch, den Bereitschaftsdienst abzusichern.

2. Hygiene- und Schutzkleidung

Das Vorhalten von Hygiene- und Schutzartikeln ist keine hoheitliche Aufgabe der Körperschaften.

Gleichwohl hat die KZV Land Brandenburg unlängst eine Bedarfsmeldung an Schutzkleidung (Mundschutz, Masken, Schutzhandschuhe etc.) sowie Hände- und Flächendesinfektionsmittel - hochgerechnet auf alle Zahnarztpraxen - für die nächsten Monate an das brandenburgische Gesundheitsministerium übergeben.

Trotzdem können staatliche Stellen oder gar Kammer und KZV leider nicht garantieren, ob, wann und in welcher Zahl die beantragten Hilfsmittel tatsächlich zur Verfügung stehen werden. Hier wird es langfristig eine Aufgabe der Körperschaften sein, gegenüber Politik und Verwaltungen eine Verlagerung von Produktionsstätten nach Europa und den Aufbau einer Hilfsmittelreserve nachhaltig durchzusetzen.

Für die konkrete Entlastung der Praxen bereits in einer – noch nicht offiziell ausgerufenen – Notfallsituation, in der Mund-Nase-Schutzmasken und/oder FFP-Atemschutzmasken nicht mehr in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen, hat das Robert-Koch-Institut eine Empfehlung zum ressourcenschonenden Einsatz der Masken informiert

--> RKI-Empfehlung ressourcenschonender Einsatz von Schutzmasken.

Zuoberst steht weiterhin die Eigenverantwortung jedes einzelnen Praxisinhabers. Sie und Ihr Praxisteam können die Infektionslage und nötige Schutzmaßnahmen vor Ort am besten einschätzen, Ihren Praxisbetrieb entsprechend organisieren und den aktuellen Notwendigkeiten anpassen. Sie können auch mit einer örtlichen Apotheke die Bereitstellung von Desinfektionsmitteln vereinbaren.

3. Sicherstellung der (vertrags)zahnärztlichen Regelversorgung (reduzierte Sprechstundenzeiten)

Nach Abklärung und Ausschluss von besonderen Infektionsrisiken seitens des Patienten entscheidet der Zahnarzt mit dem Patienten, ob eine geplante Behandlung unter den vorherrschenden Gegebenheiten aufgeschoben oder durchgeführt werden soll.

Im Ergebnis der vorgenannten Abwägung und unter Beachtung etwaiger Behandlungsausfälle (ggf. aufgrund fehlender Hygiene- und Schutzartikel) können die Sprechstundenzeiten entsprechend reduziert werden. Reduzierte Sprechstundenzeiten sind der KZV Land Brandenburg anzuzeigen. Bei reduzierter Sprechstundenzeit muss eine Erreichbarkeit für Notfälle innerhalb der üblichen Sprechstundenzeiten gegeben sein. Bei Praxisschließungen ist für eine Vertretung zu sorgen.

4. Arbeitsfähigkeit der KZV Land Brandenburg und der Landeszahnärztekammer Brandenburg

Auch die Arbeitsfähigkeit der Körperschaften ist ungewiss, da auch wir von Schließungen betroffen sein können.

Im Rahmen unserer Möglichkeiten haben beide Körperschaften für diesen Fall Vorkehrungen getroffen, um weiterhin für Sie erreichbar zu sein und Notarbeiten durchführen zu können.

Die KZV Land Brandenburg hat Vorkehrungen dafür getroffen, dass die Zahlungsflüsse an die Vertragszahnärzte auch im Falle eines Shutdowns weitestgehend gewährleistet sind.

Jürgen Herbert
Präsident der Landeszahnärztekammer

Dr. Eberhard SteglichVorsitzender des Vorstandes der KZVLB

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