2. August: Update Coronavirus

[BZÄK vom 26. März 2020] Anforderungen und Rolle der Zahnmedizin in der Corona-Pandemie werden gerade kontrovers diskutiert. Innerhalb des Berufsstandes gibt es divergierende Meinungen. Interessant ist in diesem Zusammenhang vor allem die Auswertung des Infektionsgeschehens in China, hier wird derzeit mit der Aufarbeitung der Krise begonnen. Dies ermöglicht Rückschlüsse auf entsprechende Empfehlungen für den hiesigen Versorgungsalltag und deckt sich mit den bisherigen Empfehlungen der BZÄK.

Prof. Dr. med. dent. Zhuan Bian, Dekan der School of Stomatology University of Wuhan, hat am 25. März 2020 seine Erfahrungen und Erkenntnisse unter anderem in einem Webinar für Zahnärzte präsentiert. Prof. Bian gab hierbei der deutschen Zahnmedizin Hinweise zum Handling der Coronakrise im (zahn)ärztlichen Alltag mit.

Die elementaren Punkte aus der Auswertung der Wuhan Dentistry:
  • Erkrankungen und Todesfälle sind in China unter Einhaltung der entsprechenden Schutzmaßnahmen nicht bei Zahnärzten und ihren Teams vorgekommen.
  • Es sind keine zusätzlichen Risiken bzw. ist eine beschleunigte Verbreitung innerhalb der Bevölkerung durch zahnärztliche Behandlungen entstanden - auch nicht bei Zahnarzt und Praxispersonal.
  • Zahnärzte haben bis zu einer staatlich verordneten Schließung privater Praxen mit der auch in Deutschland üblichen persönlichen Schutzausrüstung gearbeitet.

Diese Ausführungen von Prof. Bian sind ebenfalls in die Analyse des APW-Vorsitzenden Dr. Dr. Markus Tröltzsch gemeinsam mit seinem Bruder Dr. Matthias Tröltzsch eingeflossen, die wir Ihnen unbedingt empfehlen möchten:

--> Es gibt keine Zeit nach Covid-19, nur eine Zeit vor und eine Zeit mit Covid-19