2. August: Update Coronavirus

- eine Information der LZÄKB in Anlehnung an eine Mitteilung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg

Nach jetzigem Kenntnisstand gibt es keine gesicherten Informationen darüber, ob eine schwangere Mitarbeiterin während der Tätigkeit in der Zahnarztpraxis besonders gefährdet ist oder einer Risikogruppe zugeordnet werden kann. Dennoch sollte eine Beschäftigung bei einer Schwangerschaft in der jetzigen Situation sehr kritisch betrachtet werden.

Die nachfolgenden Ausführungen betreffen insbesondere schwangere Mitarbeiterinnen, die beispielsweise im Rezeptions- und Abrechnungsbereich tätig sind. Im Bereich der Assistenz und Medizinprodukte-Aufbereitung werden schwangere Mitarbeiterinnen in der Regel sowieso nicht tätig sein.

Gesonderte Gefährdungsbeurteilung

Um die Frage nach einem Beschäftigungsverbot zu beantworten, bedarf es einer gesonderten Gefährdungserfassung gemäß § 10 des Mutterschutzgesetzes für den jeweiligen Arbeitsplatz unter Berücksichtigung aller relevanten Punkte entsprechend der gegenwärtig gültigen Hygieneempfehlung zur Infektionsprävention für die Dauer der Pandemie. Die daraus entstehende Gefährdungsbeurteilung für die schwangere Mitarbeiterin gibt somit die Antwort, ob eine unverantwortbare Gefährdung ausgeschlossen werden kann und eventuell ein betriebliches Beschäftigungsverbot ausgesprochen werden muss.

Wesentliches Beurteilungskriterium ist, ob die schwangere Frau am Arbeitsplatz einem erhöhtem Infektionsrisiko als die Allgemeinbevölkerung ausgesetzt ist.
Die Landeszahnärztekammer Brandenburg empfiehlt für diesen speziellen Fall die Kontaktaufnahme mit dem Betriebsarzt, um auch arbeitsrechtliche Konsequenzen auszuschließen.

Nutzen Sie für die Beurteilung folgenden Link:

--> Arbeitsmedizinische Einschätzung zur Beschäftigung von schwangeren Frauen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus SARSCoV-2/COVID-19