1. Juli: Update Coronavirus

Bundesprogramm „Ausbildung sichern“

(Quelle: BZÄK)

Antragsberechtigt sind kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), zu denen auch Zahnarztpraxen gehören.

Die Förderung umfasst vier Fördermaßnahmen:

  • die Ausbildungsprämie,
  • die Ausbildungsprämie plus,
  • den Zuschuss zur Ausbildungsvergütung zur Vermeidung von Kurzarbeit und
  • die Übernah­meprämie.

Die Förderrichtlinien wurden am 11. Dezember 2020 angepasst. Die Änderungen gelten auch rückwirkend, d.h. Anträge auf Förderungen können innerhalb von drei Monaten gleichfalls für bereits bestehende Ausbildungsverhältnisse gestellt werden, für die bisher eine Förderung nicht möglich war, die aber von den geänderten Voraussetzungen nunmehr erfasst sind. Das gilt auch, wenn ein vorheriger Antrag aus diesen Gründen abgelehnt wurde.

Die Fördermaßnahmen im Detail

Ausbildungsbetriebe werden mit Ausbildungsprämien gefördert, wenn sie im Zeitraum von April bis Dezember 2020 in zwei zusammenhängenden Monaten einen Umsatzeinbruch von durchschnittlich mindestens 50 Prozent oder in fünf zusammenhängenden Monaten von durchschnittlich mindestens 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr verkraften müssen (bisher: durchschnittlich mindestens 60 Prozent im April und Mai 2020 gegenüber dem Vorjahr).

Gefördert wird bei Vorliegen der Voraussetzungen durch einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag. Die Auszahlung erfolgt nach dem Ende der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit.

Wer bei gleichen Voraussetzungen die Zahl der Ausbildungsplätze sogar erhöht, erhält einmalig 3.000 Euro statt der 2.000 Euro nach erfolgreichem Abschluss der Probezeit.
Die Durchführung von Kurzarbeit wird auch im zweiten Halbjahr 2020 berücksichtigt (bisher: nur erstes Halbjahr 2020).

Ausbildungen, die vom 24. Juni 2020 (Datum des Kabinettbeschlusses zu den Eckpunkten des Bundesprogramms) bis zum 31. Juli 2020 begonnen haben, werden in die Ausbildungsprämien miteinbezogen.

Die Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung zur Vermeidung von Kurzarbeit in der Ausbildung werden bis einschließlich Juni 2021 verlängert (bisher: Laufzeit bis einschließlich Dezember 2020).

Die Übernahme von Auszubildenden, deren Ausbildungsstelle wegen pandemiebedingter Insolvenz des ursprünglichen Betriebes verloren gegangen ist, wird künftig unabhängig von den Betriebsgrößen mit einer Übernahmeprämie gefördert (bisher: nur, wenn beide Betriebe maximal 249 Mitarbeiter hatten).

Solche Übernahmen werden bis zum 30. Juni 2021 gefördert (bisher: bis zum 31. Dezember 2020).

Mit der Umsetzung ist die Bundesagentur für Arbeit beauftragt:

--> Bundesagentur für Arbeit