1. Juli: Update Coronavirus

Allgemeine Erläuterungen zu Testungen

- Testungen unterliegen drei Verordnungen -

1. Corona-Testverordnung

Seit der Corona-Testverordnung-TestV vom Oktober 2020 haben Zahnarztpraxen die Möglichkeit, ihre Praxisteams symptomfrei einmal wöchentlich freiwillig auf des SARS-CoV-2-Virus zu testen. Die entstandenen Sachkosten für eine Anschaffung der Test-Sets in Höhe von bis zu 6,00 € können, nach Registrierung, über die KVBB abgerechnet werden. Zahnärzte sind berechtigt, Bescheinigungen für die Durchführung und Ergebnisse von Antigentestungen auszustellen.

Durch die Entwicklung der pandemischen Lage in Deutschland und die steigenden Infektionszahlen der Covid-19-Infektionen hat die Bundesregierung weitere Maßnahmen beschlossen.

2. Eindämmungsverordnung Land Brandenburg

--> Link zur "Siebten SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung - 7. SARS-CoV-2-EindV"

Diese haben zur Folge, dass im Bundesland Brandenburg am 30. März 2021 die gültige siebte Eindämmungsverordnung (vom 6. März 2021) unter anderem bezüglich der Antigentestungen geändert wurde.

Gemäß dieser „Zweiten Verordnung zur Änderung der Siebten SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung“ sind Unternehmen im Land Brandenburg (dazu zählen auch Zahnarztpraxen) verpflichtet, einmal wöchentlich ihren Mitarbeitern ein Testangebot zu unterbreiten. Das bedeutet für die Zahnarztpraxis, dass den Praxismitarbeitern die Möglichkeit zur Testung geschaffen werden muss, unabhängig davon, ob die Testungen in der Praxis oder in einem Testzentrum durchgeführt werden. Die Inanspruchnahme des Testangebotes ist den Mitarbeitern freigestellt.

Hinweis (siehe auch § 1 Punkt 5):

Soweit in dieser Verordnung die Vorlage eines Testergebnisses in Bezug auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus vorgesehen ist, sind von der Vorlagepflicht Personen befreit, die

  • eine für den vollständigen Impfschutz nötige mindestens 14 Tage zurückliegende Impfung gegen das SARS-CoV-2-Virus erhalten haben und eine diesbezügliche Impfdokumentation nach § 22 Absatz 1 und 2 des Infektionsschutzgesetzes vorlegen und
  • keine Symptome aufweisen, die auf eine Erkrankung mit COVID-19 im Sinne der dafür jeweils aktuellen Kriterien des Robert Koch-Instituts (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html) hinweisen.

 

3. SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung

--> Link zur Arbeitsschutzverordnung

Da Zahnarztpraxen zum Arbeitsschutz der Mitarbeiter auch der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) vom 21. Januar 2021 unterliegen, müssen sie ebenfalls den Anforderungen dieser Verordnung entsprechen. Gemäß der „Zweiten Verordnung zur Änderung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung“ vom 14. April 2021 sind nun Zahnarztpraxen für ein Testangebot verpflichtet, welches den Mitarbeitern zwei wöchentliche Antigentestungen ermöglicht. Auch in diesem Fall ist nur das Testangebot verpflichtend für die Arbeitgeber. Die Mitarbeiter können sich bis zu zweimal wöchentlich freiwillig testen lassen.
Diese Regelung tritt mit dem 19. April 2021 in Kraft.

Abrechenbar sind - wie oben genannt - die Sachkosten für die Anschaffung von bis zu zwei Tests pro Mitarbeiter und Woche über die KVBB (nach vorgegebener Liste der KVBB).

 

Stand: 23. April 2021