Zahnärztliche Behandlung zu Coronazeiten - in Deutschland auf jeden Fall!

LZKB 2020 08 14 PM WHO 8777Pressemitteilung KZVLB und LZÄKB vom 14. August 2020

Die Landeszahnärztekammer (LZÄKB) und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Land Brandenburg (KZVLB) widersprechen Pressemeldungen, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen hätte, grundsätzlich auf Zahnarztbesuche, die der Vorsorge dienen, zu verzichten. Gegenüber der Bundeszahnärztekammer hat die WHO bereits ausgeführt, dass diese Empfehlung nicht für Deutschland zutreffe. Es handelte sich ganz offensichtlich um einen Übersetzungsfehler.

Der Rat der WHO zu dieser Vorsichtsmaßnahme war, so der Vorsitzende des Vorstandes der KZVLB, Dr. Eberhard Steglich, als eine globale Empfehlung zu verstehen. Man könne das Infektionsgeschehen in den am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder, wie den USA oder Brasilien, keinesfalls mit der Situation in Deutschland mit seiner niedrigen Infektionslage vergleichen.

„Aufgrund der ohnehin hohen Hygienestandards besteht bei einer zahnärztlichen Behandlung kein erhöhtes Infektionsrisiko“, erläutert Jürgen Herbert, Präsident der Landeszahnärztekammer Brandenburg. „Infektionsschutz ist seit jeher in allen Zahnarztpraxen täglich gelebte Vorsorge.“ Deshalb müssten sich hierzulande Patienten beim Zahnarztbesuch keine Sorgen um ihre Gesundheit machen.

Eine gesunde Mundhöhle sei hingegen wichtig, um Infektionskrankheiten zu vermeiden. Covid-Viren werden über die Mundhöhle mit übertragen. Deswegen sind auch Behandlungen zur Reduktion des Parodontitisriskos wichtig.

Eine bundesweite Abfrage der Bundeszahnärztekammer ergab, dass es nicht einen belastbaren Fall gab, bei dem Zahnarzt und Patient sich gegenseitig angesteckt hätten.

Beide Körperschaften appellieren an alle Patienten, keinesfalls Termine wegen der Corona-Pandemie aufzuschieben und ihre Zahngesundheit aufs Spiel zu setzen.