Foto Zahnärztin

Aktuelles (Stand: 10. Juli 2020)

Logo EuropaKeinen Stress mit der EU-MDR!

[ZBB 4/2020] Seit einigen Wochen erhalten brandenburgische Zahnarztpraxen diverse Fortbildungsflyer zum Thema „Einführung der Medical Device Regulation“ (MDR). Hierbei stellt sich zum einen die Frage, ob man als Praxisinhaber überhaupt von der neuen Verordnung betroffen und zum anderen, ob eine Teilnahme an solchen Fortbildungsveranstaltungen zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll ist?

Bereits im Mai 2020 sollte die am 25. Mai 2017 veröffentlichte europäische Medizinprodukteverordnung vollständig und verbindlich in Kraft getreten sein. Dieser Termin (Ende des Übergangszeitraums) wurde aufgrund der Corona-Pandemie ausgesetzt. Nun steht der Termin 26. Mai 2021 im Raum.

Die MDR ersetzt die bisherige Medizinprodukterichtlinie (93/42/ EWG). Ziel der MDR ist es, einen ausreichenden Schutz für Patienten vor fehler- und risikobehafteten Medizinprodukten zu gewährleisten. Im Interesse der Patientensicherheit sieht der neue EU-Rechtsrahmen strengere Vorgaben für das Inverkehrbringen von Medizinprodukten, gekoppelt mit einer besseren Marktüberwachung nach Einführung der Produkte sowie neue Vorgaben zu deren Rückverfolgbarkeit vor.

Folgende Punkte könnten für eine Zahnarztpraxis relevant sein:

  • Einteilung der Produkte in Risikoklassen
  • Dokumentation
  • Fehler-, Qualitäts- und Risikomanagement
  • Bestellung einer verantwortlichen Person für Medizinprodukte
  • Rückverfolgbarkeit/Konformitätserklärung
  • potentielle Haftung

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es allerdings keinerlei Handlungsanweisungen, die genau erklären, in welcher Art und Weise die Umsetzung der Anforderungen erfolgen soll oder kann. Und obwohl das Gesetz noch gar nicht in Kraft getreten ist, werden wohl bereits Änderungen angestrebt. Derzeit sollte man sich also als Praxisinhaber gegenüber der neuen MDR entspannt verhalten und abwarten.

Die LZÄKB wird die anstehenden Veränderungen im Auge behalten und bei Notwendigkeit des Handelns zeitnah darüber berichten.

... zurück nach oben

Aktuelles Praxisberatung 0119Trotz Corona: Wir sind weiterhin für Sie da - Praxisberatungen vor Ort

[April 2020] Die Mitarbeiterinnen des Referats Praxisführung unterstützen Sie weiterhin bei der Umsetzung der Hygienerichtlinien und des Arbeitsschutzes in Ihrer Praxis.

Die Beratung des Praxisinhabers und/oder dessen für Hygiene verantwortliche Mitarbeiter finden vor Ort statt. Sie dienen der Zahnarztpraxis in erster Linie als Vorbereitung für zukünftige Praxisbegehungen durch die Ämter. Gleichzeitig sind die besprochenen Inhalte als interne und somit als individuelle Hygieneunterweisung geeignet.Selbstverständlich beraten wir auch hinsichtlich der Führung und Aktualisierung des praxisinternen zahnärztlichen QualitätsManagementSystems (ZQMS).

Ihre Ansprechpartner im Referat Praxisführung:

Yvonne Burri

Ulrike Besen

... zurück nach oben

LZKB Zahnärztliche Berufsausübung Medikamente

Auch in einer Zahnarztpraxis geht nichts ohne Medikamente. Nützliche Nachschlagewerke sind dabei die „Informationen über Zahnärztliche Arzneimittel“ sowie die „Rote Liste für Zahnärzte“.

 

Informationen über zahnärztliche Arzneimittel

[April 2020] Die "Informationen über Zahnärztliche Arzneimittel“ (IZA) geben einen ausgezeichneten Überblick über die in der Zahnmedizin zur Anwendung kommenden Arzneimittel in allen Therapiebereichen. Sie sind für die tägliche Praxis sehr empfehlenswert.

Die aktualisierte Ausgabe der Informationen 01/2020 steht allen Zahnärzten auf der Internetseite der Bundeszahnärztekammer zur Verfügung. In der überarbeiteten Version sind nun Themen wie „Überempfindlichkeiten und Allergien auf Arzneimittel“ zu finden. Die IZA steht als PDF-Download zur Verfügung:

--> Informationen über Zahnärztliche Arzneimittel (IZA)

 Rote Liste

[April 2020] Die jährlich erscheinende Rote Liste kam im April 2020 bereits in ihrer 60. Auflage auf den Markt. Zu dem Werk greifen Ärzte und Apotheker, wenn sie präzise Informationen zu Arzneimitteln benötigen. Dort findet man beispielsweise Informationen zu Medikamenten im Zusammenhang mit Schwangerschaften, bei Alkoholkonsum oder im Straßenverkehr. Im Kapitel „Antidotarium" sind die wichtigsten Stoffe aufgeführt, die bei Vergiftungen einzusetzen sind. Weiterhin behandelt werden rechtliche und medizinische Hinweise zu Betäubungsmitteln, Impfempfehlungen oder Notfalldepots.

Die ROTE LISTE® versteht sich als Arzneimittelverzeichnis für Deutschland. Die Einträge erfolgen durch die pharmazeutischen Unternehmen auf freiwilliger Basis. Daher ist der Umfang umfassend, aber nicht vollständig.

Der Aufbau der ROTEN LISTE®:

  • orientiert sich an Indikationen aufgefächert in 88 Hauptgruppen
  • bietet zusammenfassende Signaturen für die Übersicht zu speziellen Informationen zu Wirkstoffgruppen
  • umfasst prägnante, kurz gefasste Produktinformationen
  • stellt Hintergrundinformationen für die Praxis in den Sonderkapiteln zur Verfügung

--> zur Roten Liste

Die "Rote Liste" ist als Buch erhältlich bei:
Die Rote Liste 2020
Preis: 78 EUR inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Rhenus Medien Logistik GmbH & Co. KG
Justus-von-Liebig-Straße 1, 86899 Landsberg, Fax: 0800/7 68 33 29 | E-Mail
App für die Betriebssysteme iOS und Android (sehr empfehlenswert!)

Die "Rote Liste Arzneimittel"-App ermöglicht es Ihnen, die Einträge der ROTEN LISTE® auch offline abzurufen. Sie ist somit jederzeit nutzbar, wenn es schnell um fundierte, zuverlässige Arzneimittelinformationen geht. Die ROTE LISTE®-Einträge enthalten zum Teil eine direkte Verlinkung auf Fachinformationen auf fachinfo.de. Letztere sind rein online nutzbar.

Erhältlich in folgenden App-Stores:

--> Apple

--> Google

... zurück nach oben